Quelle: Württembergisches Zeitecho. Anzeige in den Backnanger Nachrichten vom 29. Oktober 1947.

Wohnraum in Backnang von den Tagen der Befreiung vom III. Reich bis zur Währungsreform  (1945-1948)

Vortrag von Malte Rückert

27. September 2021, 19:30

Zu keiner Zeit war das Bauen in und um Backnang so ungewöhnlich, wie von den Tagen der Befreiung vom III. Reich bis zur Währungsreform.

Nach Kriegsende mangelt es an allem- vordringlich an Lebensmitteln, Kleidern, Arbeit. In den Städten und in manchen Dörfern des Landkreises Backnang kamen auch einige zerstörte Gebäude hinzu. Heimische und Flüchtlinge benötigten dringend Wohnraum. Doch diese Wohnungsnot traf auf ein allgemeines Baugenehmigungsverbot – denn Baustoffe, Maschinen und Geräte waren ebenfalls knapp, sie wurden vordringlich für wichtigere Gebäude als Wohnungen eingesetzt.

Im Vortrag werden Auswertungen von Zeitungsartikel, Gesetztestexten, Gemeinderatsniederschriften und städtischen Protokollen aus den Jahren 1945 bs 1948 gezeigt. Darin werden einige damals im Bau von Wohnungen tätige Akteure genannt und auch einige damals geltende Regeln des Wohnungsmarktes gezeigt.

In Fotos, Plänen aus Baugenehmigungen und anderem Material wird an verschiedenen gebauten Beispielen gezeigt, unter welchen Auflagen Ausnahmebefreiungen vom Bauverbot erteilt wurden- und auch dass und wie einige Bauträger trotz all der Widrigkeiten einen sozialen Wohnbau entstehen ließen. Die zentrale Frage bei allen Projekten: Woher Baustoffe nehmen und nicht stehlen?

Montag, 27. September 2021 um 19:30

Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung findet der Vortrag virtuell über Zoom statt.

Anmeldungen per Email bei horst.schildknecht@huk-verein.de
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