Manfred Henninger (Backnang 1894 – Stuttgart 1986) beschäftigte sich in seinem umfassenden Werk vorwiegend mit den Themenfeldern der Landschaft und der menschlichen Figur. Der Künstler – Maler, Zeichner, Grafiker, Keramiker und Hochschullehrer – zählt zu den bekanntesten Spätimpressionisten Deutschlands.
Nach einer Konditorlehre studierte er von 1920 – 1928 an den Kunstakademien in Stuttgart und Dresden, unter anderem bei Oskar Kokoschka. Fest in der Stuttgarter Kunstszene verwurzelt war er 1929 Mitbegründer der „Stuttgarter Neuen Sezession“. 1933 floh er aus politischen Gründen mit seiner Familie aus Deutschland ins Exil und verbrachte die folgenden Jahre in der Schweiz, auf Ibiza und im Tessin. 1949 wurde er als Professor für Landschaft und Bildnis an die Stuttgarter Kunstakademie berufen und beeinflusste so nachfolgende Künstlergenerationen.
Es folgen zahlreiche Mal-Reisen nach Italien, Jugoslawien, Frankreich und Spanien. Nach seiner Emeritierung 1961 wandte er sich vor allem der Grafik zu. 1975 fand im Württembergischen Kunstverein eine große Retrospektive statt.
Im Helferhaus sind Druckgrafiken aus der Sammlung des Heimat- und Kunstvereins und aus der Sammlung der Stadt Backnang zu sehen.
Abbildungen:
Bild 1: Ganymed, Kaltnadelradierung, 1967, ca. 31,8 x 24,5 cm
Bild 2: Orpheus singt, Kaltnadelradierung, 1966, ca. 22,8 x 30,9 cm
Bild 3: Illustration zur Aeneis von Vergil, Aquatinta-Radierung, 1967, ca. 24,5 x 31,5 cm
Bild 4: Selbstbildnis, Lithografie, 1961, ca. 46,0 x 31,5 cm
Bild 5: Drei männliche Akte, Farblithografie, 1955, ca. 29,0 x 43,5 cm
Fotonachweis:
Fotos Rudi Limbach