Graf Eberhard V. von Württemberg, genannt Eberhard im Bart (1445-1496), ist eine der prominen-testen Persönlichkeiten der württembergischen Geschichte. Im „Württemberglied“ wird er als der „reichste Fürst“ gepriesen, weil er – so die bereits auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Sage – auch in den entlegensten Winkeln seines Herrschaftsbereichs gefahrlos im Schoße eines jeden sei-ner Untertranen schlafen könnte. Der Vortrag befasst sich mit dem Leben und Wirken des letzten württembergischen Grafen und ersten Herzogs und den bedeutendsten Zielen, die er in seiner Lebenszeit erreicht hat: die Reform der Kirche, die Wiedervereinigung der geteilten Grafschaft, die Gründung der Universität Tübingen und die Erhebung Württembergs zum Herzogtum.
Sigrid Hirbodian ist Professorin für mittlere und neuer Geschichte und vergleichende Landesge-schichte an der Universität Tübingen und die Direktorin des Instituts für geschichtliche Landes-kunde und historische Hilfswissenschaften.